Praxistipps

Thematischer Elternabend: „Unser Kindergarten - Ort des Lebens, des Lernens und der Begegnung“ (E. Schlösser) 

Gerade am Anfang der Zeit in der Kindertageseinrichtung eignet sich dieser Elternabend, um Eltern die Kita im Allgemeinen, ihre Lern- und Förderungsmöglichkeiten und ihre Bildungsziele anschaulich näher zu bringen. Es ist für Eltern hilfreich, „vertiefte Kenntnisse über die Methoden der Elementarpädagogik und die Arbeitsmittel zu erhalten“ (Schlösser 2012, S. 74).

 

Konzeptionell wird für diese Form des Elternabends empfohlen, dass die Eltern die Gelegenheit bekommen sollen, die Kita zu erkunden und sich mit den Dingen auseinander zu setzen, mit denen sich sonst die Kinder beschäftigen. Dabei dürfen die Eltern alles ausprobieren, was sie interessiert: Sei es Bilder zu malen und die Materialien im Atelier auszuprobieren, in der Rollenspiel-Ecke zu spielen, Gesellschaftsspiele zu spielen oder Bücher anzuschauen.

 

Die pädagogischen Fachkräfte stehen für Fragen bereit und geben eventuell Impulse zur Spiel- Anregung. Natürlich sollte auch respektiert werden, wenn Eltern lieber nur schauen wollen als selbst zu spielen. Hilfreich kann es sein, wenn eine Person dabei ist, die gegebenenfalls für anderssprachige Eltern übersetzen kann. Eventuell können auch mehrsprachige Spielanleitungen, ein Wörterbuch, eine Übersetzungs-App oder ähnliches als unterstützende Mittel eingesetzt werden.

 

Auf die Entdeckungstour folgt eine Austauschrunde zwischen Eltern und pädagogischen Fachkräften. Dabei geht es darum, wie sich die Eltern als „Eroberer“ der Kita gefühlt haben und was ihnen besonders gefallen hat. Eventuell können alle in diese Runde einen Gegenstand mitbringen, der sie besonders angesprochen, überrascht oder irritiert hat. Die Erzieher/-innen können deren Einsatz und „pädagogischen Nutzen“ erklären und je nach Zeitrahmen noch von weiteren typischen Aktivitäten und deren pädagogischem Hintergrund berichten.

 

Erweiternde Möglichkeiten zu diesem Elternabend wäre die Einladung der Eltern zu einer Hospitation im Kita-Alltag oder aber ein Gespräch darüber, wo Eltern in der Kita mitarbeiten, helfen oder unterstützen können.

 

Bei dieser Form des Elternabends können die Eltern unkompliziert die Räumlichkeiten und die Ausstattung der Kita, aber auch die pädagogischen Fachkräfte und die anderen Eltern kennenlernen. Die wichtigste Botschaft des Abends ist die „tiefgreifende Erkenntnis über die Bedeutung des kindlichen Spiels. Deutlich wird, dass Sachwissen, motorische Fertigkeiten, soziale Kompetenz, emotionale Intelligenz, Kommunikations- und Konfliktfähigkeit gemeinsam die „Bildung“ des Kindes bedeuten und sie durch Aktion und Material im Kindergarten entwickelt wird“ (a.a.O., S. 77).

Quelle:

 

Schlösser, Elke (2012): „Zusammenarbeit mit Eltern - interkulturell: Informationen und Methoden zur Kooperation mit deutschen und zugewanderten Eltern in Kindergarten, Grundschule und Familienbildung“, Aachen: Ökotopia Verlag

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Das Landeskompetenzzentrum zur Sprachförderung befindet sich in Trägerschaft des Vereins zur Förderung von Sprache und Kommunikation e. V. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.